Notebook Grafikkarten

Für das Surfen im Internet, Office-Arbeiten oder Spieleanwendungen mit dem mobilen Rechner sind Notebook Grafikkarten erforderlich. Diese gibt es von mehreren Herstellern in unterschiedlichen Ausfertigungen und Leistungsstufen.

Nur mit modernen Notebook Grafikkarten, meist verbaut in den sogenannten Gamer-Notebooks, können modernste Spiele gespielt werden. Soll an einem Desktop-PC eine Grafikarte (GPU) ausgetauscht werden, handelt es sich um eine häufig durchgeführte und sehr unkomplizierte Tuning-Maßnahme. Das PC-Case ist nicht nur großzügiger bemessen als ein Notebookgehäuse, es erlaubt auch ein schnelles Abziehen und Aufstecken einzelner Komponenten. Wer aber die Grafik-Leistung seines mobilen Notebooks nachträglich verbessern möchte, wird auf einige Schwierigkeiten treffen.

Notebook Akkus sind oft direkt mit dem Motherboard verlötet

Notebook Grafikkarten sind oft direkt mit dem Motherboard verlötet

Das größte Problem für Notebook-Nutzer dabei ist, dass sich nicht bei allen Geräten die eingebauten Grafikkarten überhaupt auswechseln lassen. Der Ausbau defekter Notebook Grafikkarten kann sich unter Umständen als sehr kompliziert erweisen. Helfen kann oftmals nur der Service des Herstellers oder eine Fachwerkstatt. Die Mehrzahl der mobilen Rechner vom Laptop über Netbook bis zum Tablet-Computer besitzt keine gesteckte Grafikkarte. Die GPU ist stattdessen vollständig auf dem Mainboard verlötet. Ist das bei mobilen Rechnern der Fall, müssen Nutzer auf den Austausch von Notebook Grafikkarten verzichten. Die großen Grafikkarten-Hersteller AMD (seit 2006 Besitzer von ATI) und Nvidia haben jedoch gewisse Standards entwickelt, die Besitzern bestimmter Notebookgeräte den Austausch von Notebook Grafikkarten ermöglichen. Bei Notebooks oberhalb der 1.000 Euro Preismarke werden mittlerweile immer Grafikarten verbaut, die jederzeit durch neue Modelle ausgetauscht werden können.

Beim Hersteller oder in der Betriebsanleitung kann man sich darüber informieren, was bei einer defekten Grafikkarte des Notebooks unternommen werden kann. Zumindest lässt sich damit das verbaute Modell in Erfahrung bringen. Bei kompakten Notebooks, meist als Variante für Einsteiger im Angebot, sind oftmals sogenannte Onboard Notebook Grafikkarten verbaut. Bei Laptops ab einer Bildschirmdiagonale von 17 Zoll können auch zwei Notebook Grafikkarten installiert sein.

Bei einer Onboard-Lösung muss meist das komplette Mainboard ausgetauscht werden. Nur in vereinzelten Fällen kann lediglich der Grafikchip gewechselt werden. Das Problem besteht darin, dass der Chip auf die Platine des Motherboards gelötet wurde. Der Austausch des kompletten Mainboards kann aus Kostengründen so ungünstig sein, dass sich die Anschaffung eines neuen Laptops lohnt. Es entstehen an Kosten ungefähr 350 Euro (50 Euro Arbeitslohn plus bis zu 300 Euro für eine Grafikkarte). Notebook Grafikkarten können auch bei einer Steckvariante nicht nach Belieben ausgetauscht werden. In jedem Fall muss die Kompatibilität der neuen Grafikkarte mit den Notebook-Komponenten gegeben sein. Nur aktualisierte Grafikkartentreiber verhindern, dass der Notebookbildschirm trotz funktionierender Grafikkarte nicht schwarz bleibt.